Goldprospektion 3. April 2018

Servus Goldsucher!

Wie ihr schon mitbekommen habt waren wir letzte Woche zum Prospektieren unterwegs.
Die Stelle wurde zuvor via PC anhand von verschiedensten Karten heraus gesucht und für gut befunden.

Welchem glazialem Strom diese Moräne zuzuordnen ist, habe ich gerade beim Schreiben vergessen…sorry 😉
Neben der normalen Separation der Moräne durch das einschneiden des Baches wird auch immer wieder mal neues Material durch Rutschungen in den Bach eingebracht, dass dann ebenfalls separiert wird und dadurch die potenzielle Höfigkeit erhöht.

So genug Fachgesimpelt kommen wir zum schöneren Teil, dem Ausflug selbst.
Kurz vor unserer Ankunft am Zielort versperrte eine umgestürzte kleine Baumgruppe uns den Weg, aber uns hält so etwas nicht auf!

sdr

Vorort endlich angekommen, hieß es ab in die Wathose und ab ans Wasser mit der Pfanne.
Bis auf zwei Stellen war zumindest immer 1 Flitter in der Pfanne zu sehen. Geil, so macht das Spaß!

Beim Prospektieren ist es auch wichtig in die Tiefe zu gehen, daher holten wir unsere Rinnen um das Aushubmaterial gleich auch verarbeiten zu können.
Schnell einen kleinen Damm gebaut und los geht’s!

An unsere Schürfstelle konnte man auf einer Seite das Grundgestein unterhalb der Wasserlinie erkennen und diesem wollten wir in die Tiefe folgen.

Das war dann auch unser Programm für den ersten Tag. In jeder Testpfanne war immer etwas Gold also alles wie es sein sollte. Torsten suchte sich paar Meter unterhalb von uns eine Stelle wo eine kleine Schotterinsel sich abgelagert hatte. Auch er hatte gleich von Anfang an immer schönes Gold. Also zwei super Stellen. Aja und ein oder zwei Bierchen wurden natürlich verköstigt mit dem ein oder andern Tratsch dazu.

Am zweiten Tag war der Plan ordentlich auf Masse zu gegen. Da die vorherrschenden Bedingungen (viele Schwermineralien, Phyllit als Grundgestein der sich verkeilt und nur Feingold/ kaum ein Flitter über 1mm) eine Vollproduktion nicht wirklich zugelassen hatten stellte ich das Setup um. Das heißt -> Streckgitter raus und zweiter Riffelrahmen rein. Dadurch wird das ganze System mit dem Minersmoos offener und wir konnten die Produktivgeschwindigkeit deutlich erhöhen. Und so konnten wir an diesem Tag über 30 Kübel gesiebtes Material verarbeiten.
Am Abend dann wurde mal schnell mit der Pfanne das Konzentrat durch gewaschen und hier zeigte sich das die Änderung der Setups Goldrichtig war.

Trotz der schnelleren Verarbeitung des Materials konnte die Rinne nicht nur das Fein + Staubgold fangen sondern auch noch halten! Damit waren wir alle sehr überrascht.

Vor allem ich war mit mir selbst am hadern ob die Fließgeschwindigkeit nicht zu schnell ist, denn eine Schaufel war ratz fatz verarbeitet. Aber die Pfanne mit einem Arsch voll Staubgold konnte mich überzeugen das mein Setup passt. Geil!

So dritter Tag selbe Stelle.
Mittlerweile haben wir unsere Stelle schon ordentlich umgegraben und im Grundgestein wurde eine Kante freigelegt in der sich die Schwermineralien so stark konzentriert haben, dass man sie schon auf der Schaufel erkennen konnte. Diese putzten wir ordentlich aus und es zeigte sich bald vermehrt Flitter im Trichter.

Eigentlich wollten wir unsere Stelle noch etwas vergrößern, aber dann kam Jürgen auf einen Sprung vorbei und hatte auch noch ein 6er Tray mit. Hier nochmals ein Dankeschön!
Ab da war’s dann vorbei mit der Arbeit, es wurde nur noch getratscht. Aber es war uns egal, denn es soll ja Spaß machen und da gehört mal eine längere Pause zum Tratschen dazu.

Es ist ja unsere Freizeit wo wir dieses schöne Hobby ausüben und daher soll es auch als Erholung dienen und nicht aufs Ergebnis reduziert werden.

Torsten musste leider am Samstag schon abreisen so dass wir am Sonntag nur mehr zu zweit waren.
Daher holten wir gemütlich unsere Sachen vom Bach, ließen das gesammelte Konzentrat nochmals langsam über die Rinne laufen damit ich nicht so viel zum auswaschen habe. Bei der Heimreise ließen wir uns extra Zeit um quer durch Österreich zu fahren und um die Autobahnen zu meiden. Der Himmel war strahlend blau, auf den Bergen leuchtete der Schnee schon von weitem. Es war ein perfekter Abschluss für einen geilen Trip.

Die Tage habe ich schon mal angefangen aus zuwaschen, daher ist das Ergebnis noch nicht endgültig, da ich das Konzentrat unter 0,2mm noch auswaschen muss.
Aber anhand vom jetzigen Ergebnis kann man schon sagen das die Rinne eine echte Meisterleistung erbracht hat und für eine Prospektion ist es mehr als ordentlich geworden. Das Gold hier hat eine sehr schöne körnige Struktur die unter dem Mikroskop erst so richtig zur Geltung kommt.
Dadurch lassen sich auch Rückschlüsse auf die Herkunft und den Transport ziehen.

Vielleicht gehe ich in einem extra Bericht zu dem Bach etwas genauer darauf ein, aber das lasse ich mir noch offen. Bis dahin wünsche ich euch allen so schöne Stunden am Bach wie wir sie hatten und immer gut Gold!

Servus, euer Tobias.

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