Goldprospektion Niederösterreich 28. Dezember 2018

Servus Goldsucher!

Letzten Samstag den 28.12.2018 war ich zum Prospektieren bei mir Daheim in Niederösterreich unterwegs.

In Abstimmung mit Jürgen und ausgiebiger Recherche von Geo- und Reliefkarten fanden wir eine Gegend die für uns von Interesse war.
Geplant war eigentlich das wir zu zweit (da Patrick schon nicht durfte/konnte) los ziehen, aber leider kam Jürgen der Geburtstag seiner zukünftigen Schwägerin dazwischen. Woher soll er als Mann wissen das die jedes Jahr Geburtstag hat!? Somit viel auch er aus.
Also bin ich alleine los um für uns das neue Gebiet zu erkunden. Am ersten Bach voll motiviert angekommen wollte ich gleich los legen, mit Gummistiefel, Pfanne und Schaufel bewaffnet runter die Böschung, doch mein Tatendrang war schnell vorbei als ich unten am Bachbett war. Kein Wasser weit und breit, nicht mal ein einziger Tropfen. Mist! Alles abgelatscht, wirklich nichts.

Dann wird halt trocken prospektiert, nur anhand vom Geschiebe. Naja das sah leider auch nicht allzu viel versprechend aus. Es waren kaum die erhofften Farben im Schotter zu finden.

Daher machte ich mich zum nächsten Bach auf der auf der Agenda für heute stand. Kaum angekommen dasselbe Bild wie vorhin, kein Wasser. Das gibt’s doch nicht! Doch das Geschiebe sah schon da besser aus.

Daher suchte ich verbissen das Bachbett ab bis ich im Grundgestein eine Mulde fand in der eine kleine Lacke war, in der konnte man zumindest paar Pfannen waschen. Gesagt – getan, und schon in der zweiten fand sich ein Flitter. Juhu geht doch.
Nach einer Stunde mühsamsten Waschen hatte ich zumindest 6 Flitter zusammen. Persönlicher Goldnachweis erbracht. Yes!
Der nächste Bach hatte zum Glück Wasser und somit war das Waschen der Proben um vieles leichter.

In der ersten Pfanne hat ich gleich mal ein Hufeisen, soll ja glück bringen und so war es auch, es gab zwar Gold aber es war Fein, sehr Fein, fast wie bei mir an der Donau.

Aber genau dieses Feingold sagte mir ich muss in die andere Richtung fahren um heraus zu finden wo es her kommen könnte. Somit bin ich paar Kilometer weiter gefahren und neuer Bach= neues Glück.
Als ich nach einer kleinen Klettertour endlich unten am Bach war öffnete sich vor mir eine Schlucht mit dem kleine Bach in der Mitte. Perfekt!

Mein Grinsen im Gesicht war riesig, denn solche Situationen sind genau mein Kaliber!

Bei den vorherigen Bächen kam ich mir schon fast wie ein Flussschaufler vor, wo bleibt da das Adrenalin?
Eigentlich wollte ich nur kurz Proben entnehmen und weiter fahren, aber ich bin kaum paar Schritte gelatscht lachte mich schon die erste Stelle mit Schwermineralien an. Also gleich mal dort die Pfanne schwingen und siehe da, 3 schöne Flitter. Was für ein Einstand!
Nächste Pfanne waren es schon 6 Flitter, da geht was!
Noch paar Schaufeln genommen und immer dasselbe Bild, in jeder Pfanne 3-7 Flitter.

Ja der Bach hat Potenzial, doch nur mit der Pfanne weiter zu waschen ist etwas sinnbefreit, aber die Rinne wollte ich auch nicht mehr in den Canyon schleppen. Daher schnell mal alles abgewandert und Bilder von den Situationen gemacht, danach ging es zurück zum Auto, auf zum nächsten Bach. Kaum angekommen im Wasser zog es mich schon wieder an Land, denn es gab am Bach einen Hangrutsch, kaum eine Woche alt.
Somit wurde Schaufel und Pfanne gegen Haue und Meisel getauscht.( Hab zur Sicherheit immer alles mit.) Ein wenig im Dreck herum gestochert und schon kamen die ersten Schätze hervor (Gipskristalle und Stufen mit Fluorit).

Nachdem unten am Hang alles abgegrast war wollte ich nach sehen wo das Zeugs her kommt. Leichter gesagt als getan, denn eine Wathose ist nicht ideal zu klettern, doch wo ein Wille da ein Weg.

Nach mehrmaligen ausrutschen auf dem gefrorenen Schutt hatte ich es irgendwann doch noch nach Oben geschafft. Mit der Haue hielt ich mich fest und mit dem Meißel lockerte ich die Steine, drehte jeden zig mal um damit ich ja nichts übersehe.
Nach kurzer Zeit waren alle meine Taschen voll mit Steinen und Dreck, anscheinend war ich an der Fluoritader dran. Coole Sache! Als es dann schon dämmerte machte ich mich auf den Heimweg. Zuhause die Steine gründlich gewaschen und siehe da, es sind paar sehr schöne Stücke dabei. Aber seht selbst.

Resümee über den Tag?
Also das ich so ein Abenteuer bei mir im Bundesland erleben würde hätte ich nicht gedacht, es gab Gold, Gips, Fluorit, geile Schluchten und schöne Natur dazu jede Menge neue Erkenntnisse über den Gletscherfluß in Niederösterreich.

Ansonsten Glück Auf und bis die Tage, euer Tobias.

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