Selfmade Rinne „Black Enns“

Da ich des Öfteren gefragt werde, welche Rinne ich in Verwendung habe, möchte ich euch meine Rinne „Black Enns“ im Detail vorstellen.

Hersteller: Glitzner / Heinrich

Länge: 1,20m Breite: 25cm Höhe: 10cm Gewicht:  je nach Setup bis zu 3,2kg also sehr leicht und bequem Material: 0,7mm gebördeltes verzinkte Metall Blech Tausch Setup: wechselbar

Sie ist von uns selbst geplant, gebaut und für unsere Bedürfnisse abgestimmt. Mittlerweile ist sie schon die fünfte Saison im Einsatz und hat daher schon etwas Lack verloren aber nichts an ihre Gefräßigkeit eingebüßt.

Wer sie schon einmal gesehen hat oder sich selbst eine schon geholt hat, weiß wie viel Material sie frisst. Also eine richtige Produktionsrinne.

Zum Aufbau

Der Trichter

Der Trichter ist nicht zu überdimensioniert wie bei manchen andere Herstellern, daher lässt sie sich auch recht einfach setzen. Er ist ausgelegt mit einer Feinriefenmatte. Diese dient als Sichtkontrolle der Mineralien und der ersten Separation, da ja schwerere Bestandteile länger verbleiben und leichte sofort weiter gespült werden. Im Idealfall liegt hier schon ein gewisser Teil des Goldes und man sieht dadurch wie sich die Goldkonzentration an der Stelle verhält. Nebenbei schont man auch das Material der Rinne, da kein direkter Blech-Abrieb entsteht.

Der erste Riffel

Dieser Riffel dient dazu das Material-Wasser Gemisch auf dem Höhenbereich der Matten zu heben. Ab hier beginnt die eigentliche Separation, dass Trennen des leichten Materials mit dem schweren Materials. Bei meiner Rinne, hebt sich der Riffel einige Millimeter über die Matten hinaus. Dadurch entsteht ein praktischer Wasserströmungs-Wirbel der einige Zentimeter nach hinten reicht und bis zu 80% des Goldes einfängt und bei passiven Tauschsystemen zum Beispiel das Minersmoos, das Gold im passiven Bereich hineindrückt.

Der Aufbau meines Setups Die unterste Lage ist meine Feinriefenmatte. Diese dient als Haltesystem, damit kein Gold entlang des Rinnenbodens wandern und so verloren gehen kann.

Als Tausch-und Haltesystem verwende ich bis auf wenige Ausnahmen(Material/Gewässerbedingt) nur Minersmoss. Das habe ich in drei verschiedenen Stärken, wovon die dritte eine „Eigenkreation“ ist (für mehr Austausch beim gröberen Gold).

Das ganze wird Abgedeckt mit einen Streckgitter und einem Riffelrahmen. Mein erprobtes Streckgitter-Setup, zeichnet sich durch größere Öffnungen aus, die einen guten Austausch zum Minersmoss zu lassen, ohne dass größere Steine darin hängen bleiben.

Zum Ende der Rinne liegt Erfahrungsgemäß ein Riffelrahmen, der geometrisch verschiedenen Winkeln besitzt. Diese habe ich für meine Setup-Zuordnung farblich markiert um schnellstmöglich Situationsbedingt mein Setup anzupassen.

Dieser Riffelrahmen erzeugt größere Wasserwirbel und dient zusätzlich als Absicherung um Gold das sich eventuell noch im umwälzenden Geröll befindet zu fangen und dieses dann im passiven Bereich des Minersmoss zu transportieren. Da in dieser Rinne kein starres Setup eingebaut ist, kann ich mit verschiedenen Riffelrahmen, Fang-und Halte Matten und Streckgittern auf so ziemlich jede Wasser-Strömungs-Bedingung einstellen.

Aus meiner Erfahrung heraus, möchte ich keine Abstriche beim Arbeitstempo oder im Gold-Fangverhalten machen müssen. Weil ich eine realistische Goldwasch-Erfahrung besitze, möchte ich unbedingt darauf hinweisen, dass eine Goldwaschrinne niemals eine 100%tige Fang- und Halteigenschaft besitzen kann, ich aber durch persönliche Erfahrungen, durch Setup-Anpassungen unnötige Verluste minimieren kann.

Warum verwende ich zum größten Teil ein Minersmoss mit ein Streckgitter und ein Riffelrahmen? Für mich persönlich und aus meiner langjährigen Erfahrung heraus, ist es der ideal Mix aus „Aktiv“ und „Passiv“.

Das Streckgitter und der Riffelrahmen bilden zusammen mit der Minersmoosoberfläche den aktiven Part.

Durch unterschiedlich entstehende Wirbel, wird das leichte Material separiert und das Gold wandert in den passiven Bereich der Minersmoos Matte hinein.

Aktiv bedeutet ja: der Wasserströmung (aktiv) ausgesetzt und Passiv bedeutet: von der (aktiven) Wasserströmung (passiv) geschützt. Sehr viele Goldwäscher sind der Meinung, dass dieses System mehr Konzentrat bedeutet.

Aber, der Vorteil vom „mehr“ Konzentrat liegt für mich klar auf der Hand, nämlich, dass aus dem gesammelten Konzentrat sich als Goldprospektor einiges herauslesen lässt und so manche kleine Schätze sich verstecken können. Mein aufgezeigtes Setup hat speziell für mich noch einen riesigen Vorteil.

Wenn man mehrere Tage an eines Stelle schürft und sich Mühevoll die Produktion-Infrastruktur aufgebaut hat, ist es aus meiner Erfahrung heraus vom Vorteil, die Goldwaschrinne Übernacht im Strömungswasser/Bach liegen zu lassen.

Nach einer Nacht im Bach liegt noch immer alles in der Rinne wie es sich gehört.

Übrigens, ein Abgleich mit dem Wetterbericht ist dabei vorteilhaft und das Gewässer sollte man kennen, ich wollte es nur erwähnt haben.

Gold mit einer Dichte von 19,3 g/cm³, ist so ziemlich das schwerste im Bach. Meine Black Enns-Goldwaschrinne und ich, sind uns dieser realen Situation bewusst. Bewusst aus meiner Erfahrung heraus.

Ich war auch einmal ein Anfänger, wie jeder Goldschürfer auch, daher weiß ich, dass von Bedienungsfehler niemand ausgeschlossen ist, selbst mir passieren heute noch Bedienungsfehler, was ich aber auch nicht schlimm finde, daher war es für mich wichtig, dass mein von mir entwickeltes Goldwaschsystem „Bedienungsfehler“ verzeiht. Habt ihr gewusst, dass unbeabsichtigte Bedienungsfehler zum großen Goldverlust führen können? Deshalb ist es für mich ein sehr wichtiger Punkt für die Entwicklung meines Systems gewesen. Wäre ja schade wenn die Arbeit von Stunden zunichte gemacht wird. Bilder möchte ich euch auch präsentieren.

Gewindestangen für erhöhte Stabilität: Vorne
Hinten
Griff für mehr Transportkonfort

Wer weiter Infos dazu haben möchte oder sie auch mal ausprobieren will, darf sich gerne bei mir melden. LG euer Tobias

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