Goldwaschen in den Bergen Österreichs

Hallo Goldsucher und Goldprospektoren!

Letzten Sonntag ließ es die Zeit bei Jürgen und mir wieder Mal zu, dass wir gemeinsam einen kleinen Teilabschnitt einer Gletscherablaufbahn prospektierten. Leider war das Team nicht komplett, da Patrick mit Fieber im Bett bleiben musste. Der Ärmste!

Wir machten da weiter wo ich das Letze mal alleine unterwegs war und prospektierten uns mit System weiter. Kurz vor 9 Uhr trafen wir uns schon am ersten Bach, dieser war noch tief verschneit und somit konnten wir nicht einfach wo am Straßenrand parken sondern am Arsch der Welt!

Egal, bei so einer Wanderung wird einem wenigstens ordentlich warm. Kurz bevor wir zum Wasser kamen, konnte man schon schön die Bunte Nagelfluh sehen, dadurch war die Hoffnung groß das wir dort schnell fündig werden sollten.

Selbst das eiskalte Wasser konnte uns nicht einbremsen und so schwenkten wir eine Pfanne nach der anderen, zwar waren jedes Mal Schwermineralien dabei, aber diese waren für diese Gegend untypisch gering. Somit war die Chance auf Gold auch recht klein. Nach ca. 2 Stunden kamen wir zu dem Entschluss das es hier sicher auch Gold geben wird, aber wenn dann nur in so kleinen Apothekerdosen das es keinen Sinn macht.

Also ab an den nächsten Bach auf unserer Karte. Bei diesem sah das Geschiebe recht fad und farblos aus aber davon ließen wir uns nicht entmutigen.  Laut unseren Kartenrecherchen sollte von einer Seite der Gletscher vom Nachbartal sich über einen Kamm darüber geschoben haben und mit sich das goldhaltige Material geführt haben.

Leicht war das Unterfangen nicht – bei Stellenweise über 1 Meter Schnee. Daher waren wir nur mit Schaufel und Pfanne bewaffnet da es sonst kein Vorankommen gegeben hätte. Wir beprobten jede Schotterbank auf den Gehalt ihrer Schwermineralien und je näher wir an den Bereich kamen wo sich der Gletscher hinüber schob desto besser wurde es auch mit dem Schwarzen Sand.

Ich wusch noch schnell eine Kurve unterhalb der Stelle paar Pfannen als Jürgen schon von der nächsten Schotterbank runter rief das er schon Gold in der Pfanne habe. Jawohl wir sind richtig!

Es war ein echt geiler Moment, denn schlagartig wurde der Black Sand mehr und mit ihm das Gold. Sehr gut, aber wie geht es nun weiter? Es war schon zu Mittag ich hatte Hunger und den Rucksack im Auto gelassen damit wir leichter durch den Schnee kommen. Kurz überlegt, alles holen und hier rauf schleppen? Nein, denn das letzte Mal hatte ich ja einen Bach gefunden der schon paar schöne Flitter her gab, wie wäre es wenn wir den mal mit der Rinne prospektieren um zu sehen was so geht.

Also zurück zu den Autos, denn das Gold in diesem Bach läuft uns nicht so schnell davon.

Am Rückweg beobachtete uns eine Gams von einem Felsvorsprung. Sowas freut mich immer wenn man die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum sieht. Um den Moment fest zu halten zückte ich schnell mein Handy doch dabei machte ich nicht nur unscharfe Bilder von dem Tier sondern auch noch einen Purzelbaum über eine Schneeverwehung. Jürgen hatte seinen Spaß dabei wie ich so im Schnee herumkugelte. Als Nettigkeit filmte ich ihn dann damit es für die Nachwelt festgehalten wird wie grazil er sich durch den Schnee bewegte.

Am nächsten Bach angekommen schleppten wir unsere Rinnen die “ Black Enns“ und die „Little Black Enns“ samt Bottich an eine Stelle wo man leicht arbeiten konnte.

Wir schaufelten eine Stunde gemütlich dahin und verfütterten einige Bottiche an unsere Rinnen, recht schnell zeigten sich einige Flitter im Trichter davon waren manche nicht mal so gering wie gedacht. Beim schnellen Auswaschen am Bach zeigte sich schon das wir mehr geschaufelt haben als gedacht, denn es kamen doch mehr Flitter zusammen als gehofft, da wir in den Probepfannen kaum Gold drinnen hatten. Auch wenn es noch hell war wollten wir aber nicht mehr weiter machen, es ging uns eher darum um zu wissen was hier liegt als um die reine Goldmenge und es würde sonst doch noch in richtige Arbeit ausarten. 😉 Nach dem wir unser Zeugs wieder zurück zum Auto durch den Tiefschnee geschleppt hatten tratschten wir noch ein Weilchen über die Erkenntnisse des Tages und wo wir das nächste Mal weiter machen. Denn mittlerweile haben wir im Team schon etliche Bäche von diesem Gletscherablauf prospektiert und es scheint sich ein Muster abzuzeichnen, aber dazu ein andermal mehr dazu…

Somit hatten wir wieder mal einen entspannten Tag in der frischen Natur und dazu wieder neue goldführende Bäche selbst erarbeitet. Was will man mehr?

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