Vom Eozän bis ins Anthropozän – die Kalkalpen im Fokus des Remote Sensing

In einem Land (heute Österreich) vor unserer Zeit (und Wikipedia) – im Miozän erfüllten teils bis zu 2 km hohe Schottermassen der Niederen Tauern das was heute u.a. die Dachsteinhochfläche ist. Auch in den Berchtesgadener Alpen, Leoganger Steinbergen, Kaisergebirge und viele anderen finden sich diese Reste aus längst vergangen Tagen.

Um den Artikel nicht allzu lang gestalten zu müssen, könnt Ihr selbst den Wiki Artikel zu Augensteinschotter lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Augensteinschotter

Augensteinschotter stehen unter Naturschutz – es sei nur erwähnt

Das es sich um Quarz, Grauwacke, Phyllite und Gneise handelt, ließ mich das natürlich aufhorchen. Durch die Karstentwässerung ist es allerdings in Betracht zu ziehen, dass sich gute Anteile Gold, die sich zweifelsohne in diesen Schottern befanden, in irgendeinem Siphon einer Karsthöhle ruhen.
Das wäre eine Bitte an die Speläologen, dies zu herauszufinden.

Meine Ansätze für die Erkundung sollten jedoch anders gewählt werden.

Was bietet sich für ein besserer Untergrund als Kalk (und noch dazu fast ohne Bewuchs) für Remote Sensing nach Erratika und damit auch eine Spur, in welcher Art und Weise sich diese Flächen in die Molassezone umgelagert haben.

In blau potentielle Stellen von Augensteinschottern und Bohnerzen, in grün antropogene Ablagerungen (Gebäude, Gipfelkreuze, sonstiges)

Eingezeichnet ist hier auch der berühmte Aussichtspunkt auf dem Krippenstein, die 5 Fingers. Den hier dargestellten Sachverhalt, könnt Ihr mit Hilfe des Kartenblatt 96 im Maßstab 1:50k gerne querchecken – aus Urheberrechtlichen Gründen kann ich diese nicht als Bild zum direkten Vergleich anbieten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:5_fingers.jpg

Wer sich jetzt fragt wie so Augensteine aussehen, der wird sich selbst in Zeiten des Internet schwer tun, ordentliche Bilder zu finden. Mit dem Thema Copyright wird es nicht einfacher, daher kann ich euch nur einen Link anbieten: https://www.sn.at/fotoblog/schoene-heimat/sankt-johann-im-pongau-nicht-spektakulaer-aber-hoch-iinteressant-32427472

Die Umlagerungsprozesse, die nicht nur die Schotter, sondern auch Gold betroffen haben, beschäftigen mich noch immer. Vor allem die Tatsache, dass nicht alle Schotter über die Karstsysteme entschwinden konnten, sondern die alpidische Auffaltung viel mehr eine Art Riffelsystem aus Verwerfungslinien ausgebildet hat, denen man „nur noch“ folgen muss.
Um dieses Rätsel (und auch andere) leichter lösen zu können, bediene ich mich den alten (und dennoch komplexen) Methoden der Geomorphologie und auch neuen Werkzeugen wie dem Remote Sensing.

Den Salzberg habe ich im Bild von den 5 Fingers schon gefunden, also Glück Auf!

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