Prospektion im Kalkgebirge

Servus Goldsucher,

Wir, das Team von Big Sluice Mine waren gemeinsam die letzten Tage zur Prospektion unterwegs.

Zum Prospektieren haben wir uns eine Gegend ausgesucht die zum größten Teil aus Kalk besteht. Und wie ihr alle wisst ist Kalk kein guter Goldgeber.

Also brauchen wir einen Gletscher der uns goldhaltiges Material geliefert hat. Darum studierten wir gemeinsam Geokarten und Schummerungen.
Nach kurzer Zeit hatten wir schon die ersten interessanten Stellen gefunden. Es handelt sich hier um eine Seitenmoräne die dann in eine Mittelmoräne übergeht

Jeder Bach in dem Gebiet war schon via Google Maps ausgekundschaftet wo wir am besten parken können und wo die schönsten Schotterbänke sind.
Es war für uns also angerichtet 😉

Doch leider läuft nicht immer alles wie geplant, denn es gab ein riesiges Problem…

Zum Goldwaschen braucht man Wasser, aber es gab keines! Das Geschiebe sah aus wie erhofft, viel Kalkgestein aber auch paar bunte Steine (meistens Grünstein).
Zumindest hatten wir Recht mit unserer These zum Glazialen Transport in dieser Gegend – ist doch schon mal positiv!

Nun mussten wir nur noch eine Bach finden der auch Wasser führt. Nach ca. 4 Anläufen hatten wir den ersten wo man zumindest ein wenig mit der Pfanne waschen konnte.
Also, wir drei voller Tatendrang in die Gummistiefeln und los geht’s. Schon in den ersten paar Pfannen lagen ordentlich viele Schwermineralien, geil!
Und nur paar Meter weiter  hatte Patrick gleich den ersten Flitter in der Pfanne.

Ja keinen Flitter übersehen.


So motiviert gaben Jürgen und ich auch Gas mit der Schaufel. Und siehe da der Bach hat fast an jeder Ecke Gold. Nice!
Nach dem wir nun die Bestätigung in der Form von Gold hatten machten wir uns auf an ein größeres Bachsystem.

Das Bachbett ist trocken, egal wir haben Bier


Aber was ist das?  Wieder kein Wasser, Mist! Doch so etwas hält uns nicht auf und so zogen wir mit unserer kleine Rinne „Little Black Enns“ los um irgendwo einen Rinnsal zu finden und den zu beschürfen.
Nach eine Stunde Marsch im trockenen Bachbett hörten wir wo ein Plätschern, juhu wir haben Wasser!
Schnell mal die kleine Rinne fliegend montiert und los geht’s mit dem Small Mining.

unsere „Little Black Enns“ fliegend im Einsatz

Schon nach zwei Kübeln zeigte sich das gelbe Zeugs im Trichter. Es läuft!
Nach ca. 10 Kübeln beschlossen wir auf zu hören da sich das Wetter verschlechtert hatte und es angefangen hatte zu regnen.


Am nächsten Tag zog es uns paar Kilometer weiter an einen Bach der einen normalen Wasserstand hatte. Somit war auch das Schürfen mit unseren normal großen Rinne der „Black Enns“ möglich.

Das Gold hier kommt recht unregelmäßig vor, da es kaum Feingold gibt sondern eher kleine Nuggets, das macht das heraus finden der besten Plätze nicht einfach, aber dafür wenn man einen hat macht es dann schon Spaß. 😉
Natürlich waren wir nicht zum Hardcore Schürfen, da sondern um den Spaß in der Natur zu haben und die wohlverdiente Auszeit zu genießen.
Das heißt, man muss sich auch mal die Zeit nehmen um eine Pause zu machen und ein Bier zu verköstigen.

Jürgens Bier forderte schnell seine natürlichen Austrittsrechte ein und als er so am Pinkeln war fand er einen Flitter in einer Felsspalte.

Leute ich erzähle euch wirklich keinen Blödsinn! Es ist wirklich so geschehen, Patrick und ich konnten es auch kaum glauben, weil so viel Glück ist echt nicht normal, aber es sei ihm vergönnt!
Am Frühen Nachmittag gab unser Placer kein Material mehr her und da uns schon das Kreuz schmerzte, entschlossen wir uns den Bachlauf mit den Gummistiefeln abzuwandern. Dabei entdeckten wir noch einige interessante Stellen die wir mal beschürfen werden.

Samstag war der Tag der Heimreise für uns, aber gleich nach Hause wollten wir auch nicht fahren wenn wir schon mal so weit gereist waren. Daher machten wir noch drei Stopps an strategisch wichtigen Bächen für uns. Kurzum der erste war ein riesiger Sumpf -> also nichts zum Waschen. Der zweite war sehr schön, hat Gold, aber mit den riesigen Steinen zu schwer zum Schaufeln.

Und der dritte war der am sympathischsten, denn ich hatte in jeder Pfanne oberflächlich gleich 1-8 Flitter. So erfolgreich eine Prospektions Tour abzuschließen lässt jeden die Anstrengungen und die Mühen vergessen. Daheim dann schnell mal ausgewaschen zeigte sich die Schönheit des Gold aus der Gegend hier. Nicht nur die eigene Farbe sondern auch die Formen sind der Hammer, vom Goldblech bis hin zu kleinen Nuggets die in der Pfanne scheppern ist alles dabei.


Auch wenn wir nicht jeden Bach auf unsere Liste beproben konnten auf Grund Wassermangels war es ein sehr interessanter Trip, auch wenn es körperlich anstrengend war, war es denn noch Erholung für den Geist.

Die Schönheit der Natur zu erleben und das mit Freunden, besser geht es nicht. Und jeder der nun Lust hat raus zu gehen um zu Waschen – macht es!
Nur arbeiten ist nicht das Leben, geht in die Natur und genießt es. Ich wünsche euch viel Spaß und Glück Auf!

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