Der glaziale (Schutt-)Transport

In diesem Artikel wollen wir uns den Transport von Goldhaltigen (und auch taubem) Schutt zu Gemüte führen. Dazu erläutern wir die Grundzüge eines jeden Gletschers und wie die gewaltigen Eismassen auch mehr oder weniger Gestein transportieren und deformieren.

Vorher vielleicht noch etwas an Glazialen Basics – die glaziale Serie (ein in der Detailierung durchaus kontrovers diskutiertes Thema. In diesen Detailierungsgrad wollen wir in diesem Artikel allerdings nicht einsteigen, sondern betrachten mal die Meta-Ebene:

http://satgeo.zum.de/satgeo/beispiele/glossar.htm

In den Karen der Goldgebenden Gebirgsstöcke startet unsere, als auch die Reise des Schnees, der zu Firn und dann zu Firneis wird.
Nachstehend eine sehr vereinfachte schematische Darstellung eines Gletschers.

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Glacial_Tarn_Formation_DE.svg

Dabei fällt zum einen Schutt der Karrückwand auf die Oberfläche des sich bewegenden Firneises und zum anderen wird durch Abrieb eben dieses und damit auf gut österreichisch Gwoit / deutsch Gewalt die Unternagungswand und -kehle weiter in den Berg getrieben.

Wir unterscheiden also zwischen Subglazialem Transport (unter dem Firneis) und Supraglazialem Transport (auf dem Firneis).

Diese Gemisch aus Firneis und Schutt bewegt sich nun mit wenigen bis ein paar Meter/Jahr in Richtung Tal. Da dort das Klima etwas lebensfreundlicher und damit wärmer ist, beginnt das Firneis zu schmelzen. Die weiteste Strecke die also ein Gletscher zurücklegt (in der jeweiligen Eiszeit) wird durch die sog. Endmoräne markiert. Ab diesem magischen Wall findet der Materialtransport nur mehr fluvial (durch Wasser) statt.

Supraglazial transportierter Schutt weist die „typischen“ bzw. vermeidlich typischen Eigenschaften von Schutt einer Endmoräne auf: Kantig und brüchig, in verschiedensten Größen.

Subglazial transportierter Schutt ist hingegen semi-gerundet und die Verteilung ist bimodal: Lehm (ehem. Gletschermilch) und größere Gesteinsblöcke. Sand und kleinere Korngrößen sucht man hier vergeblich.

Wie immer gilt auch bei diesem Artikel, dass wir nur grobe Vorstellungen der Materie liefern können. Im Internet gibt es viele gute Artikel die im Detailierungsgrad stark variieren (teils auch in wissenschaftlichen Ansichten).
Frohes Forschen und validieren! Euer Jürgen

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